Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie sich Ihr Strompreis eigentlich zusammensetzt? Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der Strombörse und erklären das Merit-Order-Prinzip sowie die staatlichen Abgaben verständlich.
Der Preis, den Sie als Endverbraucher für Ihren Strom bezahlen, ist kein willkürlich festgelegter Betrag. Er setzt sich im Wesentlichen aus drei großen Säulen zusammen. Die erste Säule umfasst die Kosten für die Strombeschaffung sowie den Vertrieb und die Marge des Energieversorgers. Die zweite Säule bilden die Netzentgelte – sozusagen die „Straßengebühr“ für den Transport des Stroms durch die Netze bis zu Ihrem Haus. Die dritte Säule besteht aus staatlich veranlassten Steuern, Abgaben und Umlagen, wie der Mehrwertsteuer und der Stromsteuer. Je nach Marktlage verschieben sich die Anteile dieser Säulen am Gesamtpreis.
Um zu verstehen, wie der reine Einkaufspreis für Strom entsteht, muss man den Blick auf die Strombörse richten. Hier gilt das sogenannte Merit-Order-Prinzip. Kraftwerke werden nach ihren Grenzkosten – also den Kosten für die Erzeugung einer zusätzlichen Megawattstunde – sortiert. Günstige erneuerbare Energien (Wind, Solar) stehen ganz vorne, gefolgt von Kohle- und schließlich teuren Gaskraftwerken. Der Preis für alle Marktteilnehmer richtet sich nach dem Grenzkostenpreis des letzten (und somit teuersten) Kraftwerks, das noch hinzugeschaltet werden muss, um den aktuellen Bedarf zu decken. Dies sichert zwar die Versorgung, führt bei hohen Gaspreisen aber auch zu steigenden Strompreisen.
Während der Börsenstrompreis für ganz Deutschland einheitlich gebildet wird, unterscheiden sich die Netzentgelte regional stark. In Gebieten mit viel Windkraftausbau müssen die Netze stark ausgebaut werden, was temporär zu höheren Netzentgelten für die dortigen Verbraucher führen kann. Hinzu kommen staatliche Umlagen und Steuern. Auch wenn die EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien inzwischen abgeschafft wurde, machen staatliche Abgaben und Steuern weiterhin einen signifikanten Teil des Endkundenpreises aus. Als moderner Energieversorger versucht Schönberg Energy stets, die Beschaffungskosten durch clevere Einkaufsstrategien so gering wie möglich zu halten, um Ihnen faire Tarife anzubieten.