Registrierende Leistungsmessung (RLM) für Gewerbekunden: Spitzenlasten vermeiden und Netzentgelte senken
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  • 15.10.2026 | Mit Hilfe von KI erstellt

Registrierende Leistungsmessung (RLM) für Gewerbekunden: Spitzenlasten vermeiden und Netzentgelte senken

Mit der Registrierenden Leistungsmessung (RLM) behalten Gewerbekunden ihren Strom- und Gasverbrauch exakt im Blick. Erfahren Sie, wie Sie Spitzenlasten glätten und Netzentgelte nachhaltig senken.

Was ist die Registrierende Leistungsmessung (RLM) und wer ist betroffen?

Die Registrierende Leistungsmessung, kurz RLM, ist ein spezialisiertes Messverfahren für Gewerbe- und Industrieunternehmen mit einem verhältnismäßig hohen Energiebedarf. Im Gegensatz zum Standardlastprofil (SLP), das bei Haushalten und kleineren Gewerbebetrieben mit geschätzten Durchschnittswerten arbeitet, erfasst die RLM-Messung kontinuierlich den tatsächlichen Energieverbrauch. Bei Strom erfolgt die Messung in Intervallen von jeweils 15 Minuten, während beim Erdgas stündliche Leistungswerte aufgezeichnet und per Datenfernübertragung an den jeweiligen Netzbetreiber übermittelt werden. Gesetzlich verpflichtet zur Nutzung der RLM-Messung sind Stromkunden ab einem jährlichen Verbrauch von mehr als 100.000 Kilowattstunden (kWh) sowie Gaskunden ab einem Jahresverbrauch von 1,5 Millionen kWh. Für Ihr Unternehmen bedeutet das eine absolut transparente und exakte Abrechnung der benötigten Energie. Gleichzeitig wird nicht nur die reine Arbeit in Kilowattstunden gemessen, sondern auch die in Anspruch genommene Höchstleistung in Kilowatt (kW). Schönberg Energy unterstützt Unternehmen dabei, diese erfassten Daten systematisch zu analysieren, um unentdeckte Einsparpotenziale freizusetzen und die Energiebeschaffung optimal auf die individuellen Lastprofile abzustimmen.

Wie setzt sich die Stromrechnung bei RLM-Kunden zusammen?

Für RLM-Kunden setzt sich die jährliche Stromrechnung aus zwei wesentlichen Hauptkomponenten zusammen: dem reinen Energiepreis für den gelieferten Strom und den kalkulierten Netzentgelten für die Nutzung der öffentlichen Stromnetze. Während der Energiepreis die tatsächlich verbrauchte Arbeit widerspiegelt, teilen sich die Netzentgelte in einen Arbeitspreis (Cent pro kWh) und einen Leistungspreis (Euro pro kW) auf. Der Leistungspreis beruht auf der im gesamten Abrechnungsjahr gemessenen höchsten Viertelstunden-Spitzenlast. Das bedeutet: Schon eine einzige Viertelstunde, in der im Betrieb außergewöhnlich viele Maschinen gleichzeitig anlaufen oder energieintensive Prozesse parallel laufen, kann den Leistungspreis für das gesamte Jahr massiv nach oben treiben. Diese einzelne Lastspitze bestimmt die finanzielle Anforderung für den Netznutzungsvertrag, da der Netzbetreiber die Infrastruktur theoretisch jederzeit für genau diese Spitzenleistung bereithalten muss. Für Gewerbebetriebe ist das Verstehen dieser Dynamik extrem wichtig, da die Netzentgelte oft einen erheblichen Teil der Gesamtkosten ausmachen. Schönberg Energy analysiert Ihre Lastgänge präzise und zeigt auf, welche finanziellen Auswirkungen einzelne Spitzenstunden auf Ihre jährlichen Gesamtausgaben haben.

Spitzenlasten gezielt reduzieren durch effektives Peak Shaving

Um die hohen Leistungspreise wirksam zu reduzieren, greifen moderne Unternehmen auf Methoden des sogenannten Peak Shavings (Lastspitzenkappung) zurück. Ziel des Peak Shavings ist es, durch kluges Energiemanagement und Prozesssteuerung hohe Leistungsausschläge im Betriebsalltag zu vermeiden oder abzuflachen. Dies gelingt beispielsweise durch die zeitliche Versetzung von energieintensiven Produktionsschritten. Müssen beispielsweise elektrische Öfen aufgeheizt oder große Kühlanlagen angefahren werden, sollten diese Vorgänge nicht zeitgleich mit der Inbetriebnahme anderer Großverbraucher stattfinden. Auch der Einsatz von intelligenten Lastmanagementsystemen, die automatisch bestimmte unkritische Verbraucher kurzfristig drosseln, sobald eine definierte Schwellenleistung erreicht wird, ist äußerst effektiv. Ergänzend gewinnen Batteriespeicher im Gewerbebereich rasch an Bedeutung: Der Speicher wird in Zeiten niedrigen Verbrauchs geladen und gibt seine Energie genau dann ab, wenn im Betrieb eine Lastspitze droht. Schönberg Energy berät Gewerbekunden umfassend bei der Auswahl und Implementierung passender Lastmanagementsysteme, damit Sie Ihre Spitzenlasten zuverlässig reduzieren, ohne dass es zu Einschränkungen in den betrieblichen Abläufen oder Produktionseinbußen kommt.

Individuelle Netzentgelte nach § 19 StromNEV nutzen

Für energieintensive Gewerbebetriebe bietet die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) attraktive Sonderregelungen zur erheblichen Reduzierung der Netzkosten. Nach § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV können Unternehmen ein individuelles Netzentgelt beantragen, wenn ihr Höchstlastbeitrag vorhersehbar von der Hochlastzeit des jeweiligen Netzbetreibers abweicht (atypische Netznutzung). Wer es schafft, seinen Stromverbrauch während der kritischen Hochlastzeitfenster des Netzbetreibers gezielt zu senken und stattdessen in Schwachlastzeiten zu verlagern, kann eine Reduzierung der Netzentgelte von bis zu 80 Prozent erreichen. Eine weitere Möglichkeit bietet der Passus für intensive Netznutzung (§ 19 Abs. 2 Satz 2 StromNEV), der für Betriebe mit mindestens 7.000 Benutzungsstunden und einem Verbrauch von mehr als 10 Gigawattstunden greift. Voraussetzung für die Inanspruchnahme beider Privilegien ist eine lückenlose und hochpräzise RLM-Messung sowie die fristgerechte Antragstellung bei der Bundesnetzagentur bzw. beim zuständigen Netzbetreiber. Schönberg Energy steht Gewerbekunden als verlässlicher Partner zur Seite, prüft die Eignung Ihres Lastprofils für Sonderformen der Netznutzung und unterstützt Sie fachkundig bei der Beantragung dieser wertvollen Einsparmöglichkeiten.

Lastganganalysen als Basis für strategischen Energieeinkauf

Die von der Registrierenden Leistungsmessung gelieferten Daten sind weit mehr als nur ein Instrument zur reinen Abrechnung; sie bilden das Fundament für eine strategische Energiebeschaffung. Ein detailliertes Lastgangprofil offenbart exakt, wann in Ihrem Unternehmen welche Strommenge benötigt wird. Mit diesem Wissen lässt sich Strom an der Energiebörse deutlich zielgerichteter und günstiger einkaufen. Anstatt pauschale Stromprodukte zu erwerben, können Gewerbekunden strukturierte Beschaffungsmodelle nutzen, wie etwa die Tranchenbeschaffung oder die zeitvariable Eindeckung von Grund- und Spitzenlasten. Energieversorger belohnen gut planbare, berechenbare Lastgänge ohne unvorhergesehene Ausschläge mit deutlich attraktiveren Konditionen und geringeren Risikoaufschlägen. Schönberg Energy wertet Ihre historischen RLM-Daten professionell aus und entwickelt maßgeschneiderte Beschaffungsstrategien für Ihr Gewerbe. Dadurch profitieren Sie nicht nur von reduzierten Netzentgelten durch Peak Shaving, sondern sichern sich zeitgleich erstklassige Konditionen beim Stromeinkauf auf den internationalen Energiemärkten. Starten Sie jetzt Ihre Lastgangoptimierung und senken Sie Ihre Energiekosten dauerhaft.