Neue Herkunftsnachweis-Register ab Mitte des Jahres: Wie Verbraucher echten Ökostrom und grünes Gas künftig transparenter nachverfolgen können
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  • 23.09.2026 | Mit Hilfe von KI erstellt

Neue Herkunftsnachweis-Register ab Mitte des Jahres: Wie Verbraucher echten Ökostrom und grünes Gas künftig transparenter nachverfolgen können

Ab Mitte des Jahres wird der Energiemarkt für Verbraucher deutlich transparenter: Die neuen Herkunftsnachweis-Register für Ökostrom und grünes Gas sollen Greenwashing verhindern und die Energiewende greifbarer machen.

Die Energiewende braucht Vertrauen: Warum die neuen Register dringend notwendig sind

Die Nachfrage nach echtem Ökostrom und klimafreundlichem Gas wächst in Deutschland seit Jahren kontinuierlich an. Viele private Haushalte möchten durch die Wahl des richtigen Tarifs aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Doch bisher war der Markt für Herkunftsnachweise, die sogenannten GuO (Garanties de l'Origine), für Laien oft schwer zu durchschauen. Oftmals stammte der zertifizierte Ökostrom rechnerisch aus alten norwegischen Wasserkraftwerken, während der tatsächliche Strommix in Deutschland physisch ganz anders aussah. Dies führte immer wieder zu Vorwürfen des sogenannten Greenwashings. Um dieses Vertrauensdefizit nachhaltig zu beheben und den Verbraucherschutz im Energiesektor massiv zu stärken, hat der Gesetzgeber den Weg für eine umfassende Modernisierung der Nachweissysteme freigemacht. Ab Mitte des kommenden Jahres treten neue, strengere Vorgaben in Kraft, die das gesamte System auf ein neues Fundament stellen und für maximale Transparenz sorgen.

Das neue Register für Gas und Wärme: Eine Premiere für den Klimaschutz

Bislang konzentrierten sich die offiziellen staatlich geführten Herkunftsnachweisregister in erster Linie auf den Stromsektor. Das ändert sich nun grundlegend. Ab Mitte des Jahres wird beim Umweltbundesamt ein erweitertes Register etabliert, das neben grünem Strom auch Herkunftsnachweise für gasförmige Energieträger wie Biomethan, grünen Wasserstoff und sogar für klimafreundliche Wärme erfasst. Dies ist ein entscheidender Meilenstein für die Dekarbonisierung der verschiedenen Sektoren. Bisher mussten sich Verbraucher bei Gastarifen meist auf freiwillige Zertifikate der Anbieter oder auf private Datenbanken verlassen, was einen echten Vergleich der Angebote massiv erschwerte. Das neue, staatlich überwachte System garantiert nun, dass jede erzeugte Megawattstunde an grünem Gas oder umweltfreundlicher Fernwärme nur ein einziges Mal deklariert und verkauft werden kann. Doppelvermarktungen werden dadurch technisch und rechtlich unmöglich gemacht.

Wie die lückenlose Rückverfolgbarkeit von der Erzeugung bis zur Steckdose funktioniert

Das Prinzip hinter den neuen Registern basiert auf einer lückenlosen digitalen Kette, die jeden Schritt von der Energieerzeugung bis zum Endverbraucher dokumentiert. Sobald eine Photovoltaikanlage, ein Windpark oder eine Biogasanlage Energie in das öffentliche Netz einspeist, wird im Register ein digitaler Herkunftsnachweis generiert. Dieser Nachweis enthält präzise Informationen darüber, wann, wo und mit welcher Technologie die Energie erzeugt wurde. Wenn ein Energieversorger wie Schönberg Energy diesen grünen Strom oder das grüne Gas an seine Kunden verkauft, muss er die entsprechenden Nachweise im Register entwerten lassen. Erst durch diese Entwertung wird der Nachweis dauerhaft aus dem Kreislauf genommen und kann kein zweites Mal genutzt werden. Für Verbraucher bedeutet dies absolute Sicherheit darüber, dass ihr gewählter Tarif auch tatsächlich durch die entsprechende Menge an neu erzeugter erneuerbarer Energie gedeckt ist.

Schutz vor Greenwashing: Warum Etikettenschwindel bald keine Chance mehr hat

In der Vergangenheit gerieten einige Anbieter in die Kritik, weil sie konventionell erzeugten Kohlestrom über den Zukauf billiger Herkunftsnachweise aus dem Ausland auf dem Papier in vermeintlich sauberen Ökostrom umwandelten, ohne dass dadurch eine einzige Tonne CO2 in Deutschland eingespart wurde. Durch die neuen Register und die Verknüpfung mit strengeren gesetzlichen Vorgaben wird diesem Vorgehen ein Riegel vorgeschoben. Die neuen Regeln fordern eine engere zeitliche und räumliche Kopplung von Erzeugung und Verbrauch. Das bedeutet, dass der Nachweis an Wert gewinnt, wenn der Ökostrom genau dann erzeugt wurde, wenn auch die Nachfrage im Netz hoch war. Verbraucher können künftig viel genauer nachvollziehen, ob ihr Anbieter tatsächlich in regionale Erneuerbare-Energien-Anlagen investiert oder lediglich Zertifikatshandel betreibt. Dies fördert den echten, physikalischen Ausbau der Energiewende vor Ort.

Die Vorteile für Verbraucher: Bessere Vergleichbarkeit und bewusste Kaufentscheidungen

Für die Kunden von Schönberg Energy und alle anderen Energieverbraucher in Deutschland bringen die neuen Register ab Mitte des Jahres vor allem einen großen Zugewinn an Entscheidungsfreiheit. Tarife lassen sich künftig viel einfacher miteinander vergleichen, da die Herkunft der Energie einheitlich und verlässlich deklariert sein muss. Wer gezielt die regionale Energiewende unterstützen möchte, kann gezielt Tarife wählen, deren Herkunftsnachweise aus regionalen Wind- oder Solarparks stammen. Zudem stärkt das staatlich überwachte Register das Vertrauen in innovative Produkte wie grünen Wasserstoff oder klimaneutrale Fernwärme, die für die Wärmeplanung der Zukunft eine Schlüsselrolle spielen. Verbraucher können sich darauf verlassen, dass dort, wo 'grün' draufsteht, auch nachweisbar 'grün' drin ist. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Akzeptanz für den Umbau unserer Energieversorgung langfristig in der breiten Bevölkerung zu sichern.