Ab Januar 2026 steigt die CO2-Abgabe für fossile Brennstoffe erneut an. Erfahren Sie, wie sich die nächste Stufe auf Ihre Gas- und Heizkosten auswirkt und wie Sie darauf reagieren können.
Die CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl ist ein zentrales Instrument der deutschen Klimapolitik. Ziel ist es, den Ausstoß von Treibhausgasen kontinuierlich zu senken und den Umstieg auf erneuerbare Energien wirtschaftlich attraktiver zu machen. Seit der Einführung im Jahr 2021 steigt der Preis pro Tonne CO2 schrittweise an. Für das Jahr 2026 ist die nächste Stufe vorgesehen, bei der der Preis nach den gesetzlichen Vorgaben in einen festgelegten Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne übergeht. Dies führt im Vergleich zu den Vorjahren zu einer erneuten Anpassung der Energiekosten für Endverbraucher ab dem 1. Januar 2026.
Für Haushalte, die mit Erdgas heizen, macht sich die Erhöhung direkt auf der Abrechnung bemerkbar. Da beim Verbrennen von Erdgas CO2 freigesetzt wird, schlägt die höhere Abgabe direkt auf den Arbeitspreis pro Kilowattstunde (kWh) durch. Ein durchschnittlicher Haushalt im Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden muss mit spürbaren jährlichen Mehrkosten rechnen. Auch Mieter in Wohnblöcken spüren die Erhöhung über die jährliche Heizkostenabrechnung. Wichtig zu wissen: Durch das Kohlendioxid-Kostenaufteilungsgesetz müssen Vermieter bei energetisch schlechteren Gebäuden einen Teil dieser CO2-Kosten übernehmen, was Mieter in schlecht gedämmten Wohnungen entlastet.
Um die Belastung durch den steigenden CO2-Preis so gering wie möglich zu halten, sollten Verbraucher jetzt aktiv werden. Bereits kleine Maßnahmen im Alltag, wie das Absenken der Raumtemperatur um ein Grad oder der Einsatz programmierbarer Heizkörperthermostate, senken den Gasverbrauch spürbar. Langfristig lohnt sich der Wechsel auf moderne, hybride Heizsysteme oder Wärmepumpen, die unabhängig von fossilen Brennstoffen arbeiten. Zudem sollten Sie regelmäßig Ihren Gastarif überprüfen: Ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter oder ein Tarif mit optimierten Konditionen kann die CO2-bedingten Mehrkosten oft mehr als ausgleichen.